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  • Es ist nicht ganz richtig. Lediglich die Behandlungspflege wird vom Arzt verordnet, wie z.B. Injektion, Blutzuckerkontrolle, Verbände, usw. Diese Maßnahmen nach SGB 5 werden von den Krankenkassen übernommen, die Pflege dagegen (Körperpflege, Baden, Duschen, usw.) wird entweder von den Patienten selbst bzw. deren Angehörigen oder von der Pflegeversicherung finanziert und bedarf keiner ärtlichen Verordnung mehr. Man spricht dann von Maßnahmen nach SGB 11. Früher konnten die Hausärzte nach Entlassung aus dem Krankenhaus für ca. 2 Wochen Grundpflege verordnen. Das ist heute nicht mehr der Fall. Dieser Unterschied zwischen Pflege und Behandlungspflege ist sehr wichtig und wird leider viel zu oft nicht wahr genommen oder mißverstanden.

  • Männerfeindlichkeit in der PflegeDatum23.02.2011 17:53
    Foren-Beitrag von Jakob52 im Thema Männerfeindlichkeit in der Pflege

    Ich kann Ihre Argumentation gut verstehen. Bei der Aufnahme von Patientinen, wird bei uns standartmäßig darauf hingewiesen, daß unser Pflegedienst über einige männlichen Mitarbeiter verfügt (Pfleger und Zivildienstleistende) und wenn der Wunsch geäußert wird von einer Pflegeperson des selben Geschlechts gepflegt zu werden, wird dieser Wunsch berücksichtigt. Wenn es um die Rufbereitschaft geht, ist es allerdings sehr umständlich, unsere ca. 200 Patienten und deren Angehörige zu informieren bzw. zu warnen, daß im Notfall ein Pfleger kommen würde. Dieser Wunsch nach geschlechtbezogener Pflege kommt übrigens häufig von den Angehörigen und nicht immer von der Patientin selbst. Ich kenne eine Frau, die ihre im Koma liegende Mutter pflegt. Diese Frau, die ich übrigens sehr schätze, will nicht daß der Blasenkatheter von Ihrer Mutter von einem Pfleger gewechselt wird. Ich bin überzeugt, daß dieses Verhalten mit der christlichen Moral zu tu hat. Die Ablehnung der Pflege von einem Pfleger ist in den meisten Fälle bei älteren Frauen und häufiger in katholischen Dörfer als bei jüngeren Frauen und in Ortschaften mit protestantischer Mehrheit festzustellen. Wir befinden uns nämlich in einem ländlichen Gebiet. Wie es diesbzüglich in einer größeren Städt aussieht, kann ich aus mangelnder Erfahrung nicht beurteilen. Ich habe jahrelang auf einer Intensivstation gearbeitet und dort wurde ich mit der Männerfeindlichkeit nie konfrontiert. Merkwürdig ist es dennoch, daß umgekehrt männliche Patienten mit der Pflege von einer Krankenschwester nicht die selbe Probleme haben...?

  • Männerfeindlichkeit in der PflegeDatum23.02.2011 14:21
    Thema von Jakob52 im Forum Krankenpflege

    In meiner Tätigkeit als Krankenpfleger in einem ambulanten Pflegedienst eines kirchlichen Trägers, werde ich immer häufiger mit dem Phänomen der "Männerfeindlichkeit" von vielen Patientinen konfrontiert. Viele Frauen lehnen in der Tat die Pflege von einem Krankenpfleger ab und wollen ausschlieschlich von einer Krankenpflegerin betreut werden. Dieses Verhalten führt u.a. zu organisatorischen Probleme bezüglich der Verteilung von Patienten unter den Mitarbeiter. Vor allem bei Pflegenotfälle während der Rufbereitschaft, kommt es gelegentlich vor, daß Angehörige von Patienten oder Patienten selber, mir den Zutritt zum Haus oder zu der Wohnung verweigern, weil ich ein Pfleger bin. Die Enttäuschung dieser Leute ist in Ihrem Gesicht deutlich zu sehen, wenn vor ihrer Tür, anstatt eine Krankenschwester ein älterer Pfleger steht. Ich habe vor 30 Jahren diesen Beruf mit Begeisterung gelernt, um kranke Menschen zu pflegen, unabhängig vom Geschlecht dieser Leute und kurz vor Ende meines Berufslebens werde ich mit dieser Dikriminiereng konfrontiert. Das tut weh. Merkürdigerweise werden viele von diesen Patientinen von einem Hausarzt verorgt und nich von einer Hausärztin. Man kann sich tatäschlich die frage stellen, wieso wird die Pflege von einem Krankenpfleger abgelehnt, die ärztliche Versorgung durch einen männlichen Mediziner dagegen nicht?

Inhalte des Mitglieds Jakob52
Beiträge: 3
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